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Kurz: Ich vermisse das Gefühl des Sommers.

Es ist Samstag nachmittag.

Die Welt ist grau. Zumindestens meine Welt ist es gerade.

Ich fühle mich irgendwie leer. Kann noch nicht mal genau sagen wieso.

Ich brauche immer Dinge, auf die ich mich freuen kann. Einen Plan für den Tag. Und wenn er nur ganz schwammig ist. So etwas wie: “Heute sehe ich ein paar Freunde”. Das reicht mir schon. Ich muss nicht wissen wo und wie und wann.

Ich muss nur wissen DAS.

Aber genau das fehlt mir hier und heute. Diese Spontanität sich irgendwo zu treffen. Alles muss irgendwie drinne stattfinden.

Es hat sich viel verändert in den letzten Monaten. Die Welt hat sich weiter gedreht. Bin ich stehen geblieben? Trauere ich dem Gefühl hinterher? Kann ich nicht los lassen? Möchte ich dieses Gefühl wieder haben?

Dieses Gefühl von Freiheit…

Das hätte ich gerne für mein Leben.

Unmöglich.

Wirklich?

Klar, jeder muss von irgend etwas leben. Aber muss man dafür alles aufgeben? Ich sehe das bei Jan. The same procedure as every day.

Will ich das?

Was will ich?

Ich schiebe die Antwort auf diese Frage hinaus. Ich will so viel und doch so wenig. Klar möchte ich auch mal das neuste Auto fahren. Klar möchte ich auch auf die Malediven zum Urlaub machen. Aber sind das wichtige Dinge?

Was ist wichtig?

Wer sagt was wichtig ist und was nicht? Wir selbst? Wirklich?

Werden wir nicht von der Gesellschaft in diese “Wünsche” reingepresst?

Sagt uns nicht das Marketing von BMW, SONY oder Langnese, was wünschenswert ist?

Also – was wünsche ich mir?

Ich habe neulich in einem Astrologiebuch geblättert. Eigentlich glaube nicht nur zum Teil an sowas. Aber das, was da drin stand, traf zu 100% zu.

Ich will Unabhängigkeit. Aber auch etwas sinnvolles. Und auch Regeln.

Geil oder? Die Quadratur des Kreises.

Entscheidende Dinge stehen an.

Ich tendiere dazu alles vor mir her zu schieben. Alles. Ich habe keinen Antrieb. Wie schon seit Monaten, wenn ich ehrlich bin. Mein Schweinehund wird immer größer. Und alle guten Ratschläge verlaufen im Sande.

Ich will sie auch gar nicht hören.

Wollte ich nie.

Sie setzen mich nur noch mehr unter Druck.

Druck brauche ich.

Und hasse ich zugleich.

Ich bekomme das hin.

Sag ich mir.

Seit Wochen.

Ich weiß es.

Anders geht es nicht.

Ich brauche ein Ziel.

Einen Grund das Studium zu beenden.

Vielleicht gehe ich weg.

Vielleicht auch nicht.

Ka – wie der Wind.