Heute Abend war ich mal in Mainz auf dem Schillerplatz den Rosenmontag feiern. Man kann sich der Narretei ja doch nicht ganz entziehen. Und während ich da so stand und mir das Menschen ansah, wie sie fröhlich und lachend tanzten kam mir ein Gedanke:

Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist.

Nix Neues oder?

Stimmt.

Allerdings beziehe ich das jetzt mal auf die Makroebene: Das Leben.

Sollte man hier auch aufhören, wenn es am Schönsten ist? Also wenn man das Gefühl hat, dass alles gut ist. Dass man zufrieden, glücklich und sorgenfrei ist. Sollte man sich dann die Kugel geben?

Ich persönlich halte nichts von Selbstmord, aber wenn ich so darüber nachdenke, dann frage ich mich, ob es im Alter schöner werden kann? Was erwartet mich dort? Ist jedes Alter irgendwo “schön”? Oder nimmt einem der körperliche Verfall irgendwann die Freude am Leben? Da bekomme ich auch ein wenig Angst, wenn ich ehrlich bin.

Klar, ich möchte Kinder haben. Ein Haus. All das, was erstrebenswert scheint. Doch das Streben nach Glück ist bullshit. Wenn man ständig danach strebt, dann ist man es ja nie oder? Man kann ja nicht ein bisschen glücklich sein. Entweder ist man glücklich oder unglücklich. Oder neutral. Klar kann man jetzt differenzieren und sagen:

“Im Privaten bin ich glücklich, aber im Finanziellen nicht”

Doch was wäre man dann mit einem Wort? Beides zugleich ist unlogisch. Also muss man gewichten. Bestimmen, was einem wichtiger ist.

Bin ich also privat sehr glücklich und gewichte dies hoch, wird es vom finanziellen (welches vielleicht niedriger gewichtet wird) nicht sonderlich tangiert. Da muss also jeder für sich fest stellen, was er will.

Ich würde momentan sagen, dass ich glücklich bin. Ich bin so einigermaßen gesund und habe keine Sorgen. Finanzielle zwar, aber private nicht. Kann es noch besser werden? Wonach streben wir? Was ist das Ziel? Gibt es eines?

Und schon wären wir beim Sinn des Lebens.

Diese Diskussion möchte ich jetzt eigentlich nicht los treten, aber darauf läuft es doch zwangsläufig hinaus. Wann bin ich glücklich und ist “glücklich sein” der Sinn des Lebens? Und wenn ich dieses Ziel erreicht habe, sollte ich dann aufhören zu leben? Weil kann es dann noch besser werden?

Ach ich glaube es wird gerade kompliziert.

Ich muss darüber nachdenken…