waren wir.

Wir zogen zusammen. Vor 3 Jahren.

Anfangs lief es gut. So ca. 1,5 Jahre. Dann begann es ein wenig problematisch zu werden. Ich hatte keine gute Zeit damals. War irgendwie nicht ich. Ließ mich gehen.
Er lernte in seinem Studium neue Leute kennen. Schloss mich aber von ihnen aus. Ich erhielt keinen Zugang zu dem neuen Freundeskreis.

Damit hatte ich kein Problem. Ich dachte er trennt Uni und alte Freunde. Das war ok für mich.

Dann irgendwann traf er eine Frau. Nein, eigentlich waren es mehrere Frauen, die er traf.

Und irgendwie kamen also nun zu den Freunden noch die Frauen hinzu.

Abende, die wir zusammen miteinander verlebten wurden weniger. Wir gingen kaum noch abends zusammen weg. Wenn überhaupt saßen wir vor dem TV und spielten PlayStation oder schauten Fußball. Mehr war nicht. Mehr kam nicht.

Und dann hatte er eine Freundin. Und “Rituale” wurden gebrochen. Er war wochenends immer mit ihr beschäftigt. Ich dachte das gibt sich wieder nach einiger Zeit. Gab sich nicht. Es wurde schlimmer.

Er zog aus. nach knapp 2,5 Jahren. Und seit dem ist es weg.

Das Gefühl ein “Kopp und ein Arsch” zu sein.

Wir haben so viel erlebt. Die gesamte Schulzeit hindurch waren wir unzertrennlich.

Auch danach haben wir in der Zeit, in der wir uns sahen immer wieder dieses bestimmte Gefühl gehabt, dass wir mit 80 auf einer Parkbank sitzen werden und über unser gemeinsames Leben reden. Über Dinge lachen können, die schon 60 Jahre zurück liegen.

Früher genügte ein Blick, eine Geste und der andere wusste, was los ist.

Nun ist da nichts mehr.

Leere.

Ich traf ihn heute.

Zufällig.

Er suchte seine Leute. Ich meine.

Es waren nicht mehr unsere.

Wir sprachen.

Kurz.

Nicht wie Freunde.

Wie zwei Bekannte, die sich aus der Uni kennen.

Es tut weh eine solche Entwicklung zu sehen.

Ich gebe niemandem die Schuld, auch wenn es vielleicht jetzt gerade so klingt, als hätte er alleine Schuld.

Ich hätte vielleicht auch mehr machen müssen.

Jetzt scheint es zu spät.

Menschen kommen und gehen.

Er ist gegangen…