Friends


Ein Jahr hat ja bekanntlich 365 bzw. 366 Tage.

Nach etwas weniger als der Hälfte – 162 Tage um genau zu sein – bin ich endlich wieder in Deutschland angekommen. die Leidenszeit hat also ein Ende.

Man kann sich das manchmal gar nicht vorstellen, was man sich alles vorstellen kann, wenn es einem schlecht ergeht. Da erscheint sogar der Einkauf um die Ecke als verführerische Alternative zur aktuellen Tätigkeit bzw. Situation. Darum ist es noch kaum zu fassen, wenn man dann tatsächlich in besagtem Laden steht und Einkäufe erledigt. Komisch ist es alle Mal.

Es gibt Dinge, die ich vermissen, aber genauso viele, die mir auf keinen Fall fehlen werden. So ist das wohl, wenn man längere Zeit weg war. Zum Ende lebt man sich gut ein und dann ist die Zeit auch schon vorbei. Bei mir war es exakt so. Anfangs und zwischendrin erging es mir wirklich nicht so gut, zum Ende legte sich dann ein Gefühl der Entspannung über die Zeit und man gewöhnte sich langsam an alles. Die Menschen wurden vertrauter und das Leben besser. Und genau in dieser Zeit ist es dann vorbei. Was auch gut ist, denn man behält so doch eher gute Erinnerungen zurück. Auf der anderen Seite ist natürlich schade, dass nicht die gesamte Zeit so entspannt war. Aber das wäre wohl auch zu viel des Guten gewesen denke ich.

So, wie es war, war es gut.

Vor allem für mich.

Meine Psyche.

Ich bin gestärkt nach Hause gekommen.

Vielleicht sogar ein wenig als ein anderer Mensch.

Das wird die Zeit zeigen.

Auf jeden Fall freue ich mich, Euch alle wieder zu sehen!!

Meine Güte – der/das Blog hier schläft ja fast völlig ein. Aber ich habe einfach momentan keine oder nur wenig Kraft um etwas zu schreiben. Ich war mal wieder zu naiv. War zu optimistisch, was Dinge anging und habe sehr sehr schmerzhaft feststellen müssen, wie falsch ich lag. Etwas, was ich immer wieder in meinem Leben feststellen musste, aber dass es mich dann doch hart trifft, wie im Moment, das hätte ich nicht gedacht. Vor allem die emotionalität, mit der ich auf Dinge reagiere – das ist neu.

Aber.

Gut.

Weil ich diese Situationen überstehen werde. Ja, sogar schon einigermaßen überstanden habe.

Schlimmer wird es nicht mehr werden.

Ich bin gespannt, wie diese Veränderung sich auf mich auswirkt, wenn ich wieder in gewohnter Umgebung bin…

Was so eine kleine Zahl doch für Auswirkungen haben kann. Mensch, dreißig Jahre. Man könnte sagen, das Spaßdrittel des Lebens ist vorbei, das Arbeitsdrittel schließt sich an, aber ist das wirklich wahr? Natürlich nicht! Spaß ist, was du draus machst, sagt uns ja schon die Werbung und von daher gebe ich ehrlich gesagt nix darauf, was als 30-jähriger angemssen ist oder nicht. Alt werden kann ich später immer noch und so lange mir der Schalk im Nacken sitzt, wird sich auch nicht viel ändern glaube ich.

Manchmal denke ich natürlich schon darüber nach, ob ich nicht ruhiger und gelassener in manchen situationen reagieren sollte. Aber ich bin, wie ich bin, warum sollte da jetzt diese Zahl etwas dran ändern – außerdem ist die 3.0 Version von NoelsieW sowieso erstmal nur eine Beta-Version. Wenn die nicht läuft, wird vielleicht direkt auf 3.5 oder 4.0 geupgraded.

Einzig nur, dass die Menschen, die mir wichtig sind nicht hier sein können – dass ich quasi alleine hier sitze und mit mir selbst feiere und den Tag mehr oder wenig “normal” gestalte. Das hatte ich mir zumindest früher immer anders vorgestellt. Klar, andere wären froh, wenn sie an meiner Stelle wären und ehrlich gesagt ist das auch Jammern auf hohem Niveau, schade ist es trotzdem.

Ich vermisse Euch!

Als wäre es gestern gewesen kann ich mich an meinen Geburtstag im Jahr 2007 erinnern. Das war ein Abend, ein Tag voller lieber Menschen, die ich im Laufe meiner Zeit in Mainz kennenlernen durfte. Und ich schaue auf diese Zeit zurück. Auf eine Zeit, in der ich endlich das Gefühl hatte einen Feundeskreis zu haben, der sich auch einen solchen nennen darf. Vorher hatte ich das ebenfalls schon mal, das war auch sehr schön, aber und erneut geht es mir so, ich muss feststellen, dass es anscheinend nur von kurzer Dauer war.

Geschichte wiederholt sich könnte man jetzt sagen.

Doch dies ist etwas, was ich eher ungern nochmal erleben wollte und doch tue ich es. Menschen gehen. Wieder einfach so, weil die Wege sich trennen und auf einmal schaut man sich um, fragt sich, was man denn an Silvester machen will und stellt fest: Da ist niemand mehr. Niemand hier, den man als Freund bezeichnen könnte. Selbst die, die da sind, sind selbiges eben nicht. Haben anderes zu tun. Und ich bin auch von so einigen enttäuscht.

Sicher, ich bin nicht perfekt und habe sicherlich meinen Teil dazu beigetragen, aber wenn ich doch jemandem ein Mail oder eine SMS schreibe und darin z.B. ein Angebot mache bzgl. einer Freizeitaktivität mache, dann kann ich doch irgendwie erwarten, dass derjenige sich meldet. Tut er es dann nicht, dann finde ich es persönlich echt respektlos. Und es ärgert mich.

Mache ich was falsch? Liegt es an mir? Über Antworten würde ich mich schon freuen…

So – die Prüfungen sind vorüber. Wer wissen will, wie es war, dem sei der Pilotenblog ans Herz gelegt.

Ich genieße meine freie Zeit jetzt erstmal. Werde wohl über Weihnachten in die USA fliegen. Mal meine Tante wiedersehen. Mein erstes Weihnachten nicht in Deutschland. Hat auch mal was :-)

Dann mag ich noch ein paar Menschen sehen – Freunde, die ich lange nicht sah. Nicht wahr, Jan? Björn? Claudia?

Ebenso werde ich endlich wieder richtig Volleyball spielen können. In einer Mannschaft trainieren. Mich verbessern Wieder auf das Niveau des letzten Jahres kommen und die Prüfungspfunde abnehmen. Wird auch Zeit.

Ich habe ja momentan auch keine richtige Unterkunft. Pendel mehr oder weniger zwischen Mum und meine Süßen hin und her. Ist auch mal ganz nett seit 5 Jahren keine Miete zu zahlen :-) .

Ich hoffe mal, dass ich dann auch wieder dazu komme mehr hier zu schreiben.

Grade ist alles gut!

Ja naja, ganz so dramatisch, wie damals 1980 in Lake Placid, als der Reporter Bruno Moravetz den deutschen Langläufer Jochen Behle aus dem Blickfeld verlor, da dieser nicht im TV-Bild gezeigt wurde ist es möglicherweise nicht.

Vielleicht ist es auch dramatischer. Keine Ahnung. Björn ist nicht mehr da. Sein Blog ist verkauft. Ans Handy geht er nicht. Auf Mails reagiert er nicht, ebenso wie auf SMS. Also wo ist Björn? Was tut er? Warum meldet er sich nicht?

Weiß jemand etwas genaues?

Ich werde alt! Naja, ehrlich gesagt bin ich es ja schon längst, aber wer will das schon wahr haben? Wie dem auch sei, ich habe im Netz einen Stream gefunden, der am laufenden Band Hits aus den 90ern spielt. Da werden natürlich Erinerungen wach. Das war “meine” Zeit. Da gab es so viele wirklich schöne Dinge. So viele Erinnerungen bei bestimmten Liedern zu Situationen und Momenten, die ich nicht missen will, die mich aber auch traurig machen. Immerhin war es eine wirklich schön Zeit, trotz gewisser Höhen und Tiefen und meine Erwartungen an die Jahre zwischen 20 & 30 waren so hoch und wurden doch recht stark enttäuscht.

Doch das auf einem anderen Blatt.

Eben spielte Guildo Horn auf. Mit “Guildo hat Euch lieb!”

Meine Güe, was war das für ein Abend. Grillen auf der Terasse mit vielen Freunden und den Gran Prix geschaut. Selbiges ein Jahr später bei Stafan Raab und “Wadde Hadde Dudde da!”. Ich bin froh, dass ich solche Erinnerungen habe. Und ich hoffe es kommen noch viele ähnlich schöne hinzu.

Und gerade, wie soll es anders sein – eines meiner ewigen TOP 5 Lieder:

Genial!

Ich war in vielen Dingen in meinem Leben irgendwie etwas später dran, als andere in meinem Alter.

So war z.B. mein erster Kuss mit Mitte 15 – da hatten andere ja quasi schon den ersten Sex.

Selbiger kam dann erst mit Mitte 18.

Quasi zusammen mit dem Führerschein, den ich ebenfalls erst mit 18 einhalb machte.

Das Abi war mit 20 – da gab es Leute, die waren “erst” 18.

Studium zu Ende dann erst mit 28 – Andrea wird in dem Alter schon Doktor!

Tja und auch in der Pilotenschule bin ich natürlich der Älteste in meiner Klasse.

Bisher hat mir all dies irgendwie nicht viel ausgemacht. Die meisten Dinge hatten ihre ganz eigenen und speziellen Gründe und bei den anderen bin ich ehrlich gesagt sogar froh, dass es er so spät war.

Doch in den letzten agen und Wochen kommt da so eine “Welle” auf mich zu, von der ich behaupten würde, dass sie mich doch irgendwie beschäftigt. Denn all diese Dinge in meinem Leben führen zwangsläufig zu einer Verspätung auf gan anderer Ebene:

Der Liebe.

Ich hatte in meinem Leben so Pi mal Daumen 8-9 Freundinnen, von denen ich sagen würde sie haben eine wichtige Rolle gespielt bzw. waren mehr als nur ein Flirt über eine kurze Dauer.

Von diesen sagen wir mal 8 Frauen sind die ersten vier(!) mittlerweile alle verheiratet und haben zum Teil sogar schon Kinder. Von den anderen dreien weiß ich von zweien, dass sie in so festen Händen sind, das das auch nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint.

(Alle die sich jetzt Fragen, warum ich nicht zählen kann, weil 4 + 3 ja nicht 8 ergibt sei gesagt, dass sie sich mal die letzten Einträge etwas genauer durchlesen sollten ;-) )

Nun frage ich mich natürlich schon, ob ich nicht irgendwie auch mal so mit Heirat, Familie etc. anfangen sollte. Doch da kommt natürlich das Dilemma bzgl. des Spätzünders voll zum Tragen:

Selbst wenn ich wollte, ginge es momentan allein aus ökonomischen Gründe überhaupt nicht, eine Familie zu gründen. Gut, in den alltäglichen TrashTalk-Shows gibt es natürlich eine Menge Leute, die auch ohne Kohle munter Babys in die Welt setzen, aber das kann ja nicht mein Anspruch sein.

Dabei hätte ich gerne Kinder – ich weiß das kling aus meinem Mund irgendwie komisch, aber wenn ich mir meine “neue” und “alte” Verwandschaft so anschaue, dann sind da auch überall Kinder und ich mag das auch haben. Klar nicht unbedingt heute – aber schon in “absehbarer” (5-7 Jahre) Zeit. Man(n) wird ja auch nicht jünger, nicht wahr?

Dies wird zunächst einmal mein letzter Eintrag sein.

Nein, keine Angst, ich werde auch weiterhin den einen oder anderen Eintrag verfassen, aber da am Dienstag meine Wohnung endgültig geräumt werden muss und ich danach nicht weiß, wie es mit der Internetsituation aussieht, gehe ich zumindest davon aus, dass ich bis Bremen möglicherweise erstmal nichts zu “Papier” bringen werde hier.

Was meine Gefühle und Gedanken angeht bin ich zur Zeit zwischen Himmel Hoch jauchzend und zu Tode betrübt alles irgendwie mal. Das kenne ich von mir eigentlich nicht. Ich würde mich als ausgeglichenen Charakter bezeichnen, aber momentan fällt mir alles irgendwie schwer. Ich verkrieche mich ein wenig in meiner Welt. Hier komme ich gut zurecht, auch wenn ich immer wieder auf Probleme und Grenzen stoße. Und selbst während ich diese Worte schreibe, merke ich, dass ich erneut an einer Grenze angelangt bin. Ich kann mich nciht so ausdrücken, wie ich es gerne würde. Es ist einfach zu schwierig.

Am Samstag werde ich meine Bude zu 80% ausräumen – vllt auch mehr. Dann wird Sonntag und Montag gestrichen und Deinstag der Schlüssel abgegeben. Ich will hoffen, dass es keinen größeren Ärger gibt, ich habe keine Lust auf Anwalt und son Scheiss. Aber wenn ich nicht meine volle Kaution zurück bekomme, werde ich echt sauer. Zum Glück scheint es so, dass ich für die darauf folgenden Wochen eine Bleibe gefunden habe. Da bin ich einigen Menschen zu tiefem Dank verpflichtet für den Fall, dass das wirklich klappt.

Ach ja – und dann bin ich seit ein paar Tagen wirklich und ganz offiziell Titelträger. Ich habe mein Zeugnis abgeholt. Krasses Gefühl zu wissen, dass die Uni nicht mehr Dein “zu Hause” ist. Ich kann mich noch an meine Einschreibung und all das erinnern und auf einmal ist es vorbei. Gut so. Ich bin froh drum endich meinen Abschluss zu haben – ganz offiziell.

So. Das war es erstmal von hier. Die Boppstr. meldet sich ab – 2 Jahre die eigene Wohnung gehen vorbei. 2 “neue” Jahre kommen. Wer weiß – vielleicht sieht man sich hier ja irgendwann wieder. Würde mich schon freuen…

Sie muss es tun.

Auch meine Welt hat sich weiter gedreht. Ich hab noch 13 Tage bis zur Übergabe meiner Wohnung. Noch keine Sachen gepackt natürlich. Dennoch bin ich ständig mit den Gedanken beim Umzug und allem, was dann kommt. Momentan ist mein Leben a fluid concept. Ich habe Entscheidungen getroffen. Weitreichende. Sehr weitreichende. Jetzt gilt es den Weg weiter zu gehen, den ich began zu beschreiten.

Wird nicht leicht.

Spannend bleibt es trotzdem.

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