Future


Was so eine kleine Zahl doch für Auswirkungen haben kann. Mensch, dreißig Jahre. Man könnte sagen, das Spaßdrittel des Lebens ist vorbei, das Arbeitsdrittel schließt sich an, aber ist das wirklich wahr? Natürlich nicht! Spaß ist, was du draus machst, sagt uns ja schon die Werbung und von daher gebe ich ehrlich gesagt nix darauf, was als 30-jähriger angemssen ist oder nicht. Alt werden kann ich später immer noch und so lange mir der Schalk im Nacken sitzt, wird sich auch nicht viel ändern glaube ich.

Manchmal denke ich natürlich schon darüber nach, ob ich nicht ruhiger und gelassener in manchen situationen reagieren sollte. Aber ich bin, wie ich bin, warum sollte da jetzt diese Zahl etwas dran ändern – außerdem ist die 3.0 Version von NoelsieW sowieso erstmal nur eine Beta-Version. Wenn die nicht läuft, wird vielleicht direkt auf 3.5 oder 4.0 geupgraded.

Einzig nur, dass die Menschen, die mir wichtig sind nicht hier sein können – dass ich quasi alleine hier sitze und mit mir selbst feiere und den Tag mehr oder wenig “normal” gestalte. Das hatte ich mir zumindest früher immer anders vorgestellt. Klar, andere wären froh, wenn sie an meiner Stelle wären und ehrlich gesagt ist das auch Jammern auf hohem Niveau, schade ist es trotzdem.

Ich vermisse Euch!

So – die Prüfungen sind vorüber. Wer wissen will, wie es war, dem sei der Pilotenblog ans Herz gelegt.

Ich genieße meine freie Zeit jetzt erstmal. Werde wohl über Weihnachten in die USA fliegen. Mal meine Tante wiedersehen. Mein erstes Weihnachten nicht in Deutschland. Hat auch mal was :-)

Dann mag ich noch ein paar Menschen sehen – Freunde, die ich lange nicht sah. Nicht wahr, Jan? Björn? Claudia?

Ebenso werde ich endlich wieder richtig Volleyball spielen können. In einer Mannschaft trainieren. Mich verbessern Wieder auf das Niveau des letzten Jahres kommen und die Prüfungspfunde abnehmen. Wird auch Zeit.

Ich habe ja momentan auch keine richtige Unterkunft. Pendel mehr oder weniger zwischen Mum und meine Süßen hin und her. Ist auch mal ganz nett seit 5 Jahren keine Miete zu zahlen :-) .

Ich hoffe mal, dass ich dann auch wieder dazu komme mehr hier zu schreiben.

Grade ist alles gut!

Doch ich glaube ich habe es hier mal erwähnt. Bald würde eine Google-Betriebssystem kommen. Gut es heisst nicht Mirror, aber mit Android bzw. Chrome OS sind die Namen auch nicht viel schöner. Das was eigentlich überhaupt nicht schön ist, ist die Tatsache, dass das Betriebssystem mit dem sogenannten “Cloud-Computing” arbeitet. Ein Großteil der Daten und Programme wird online bereit gestellt, so dass man mit dem Betriebssystem unabhängiger von Hardware werden soll.

Ich persönlich glaube, dass man sich dadurch immer gläserner macht. Jetzt weiß Google also nicht nur mehr, welche E-Mails ich bekomme, wo ich surfe, was ich suche, nein, Google weiß dann auch ab sofort, welche Briefe ich schreibe oder Rechnungen. Meine Lieblingsprogramme kennt es dann auch bald. Und dann irgendwann meine Schreibgeschwindigkeit, meinen Fehlerquotienten, meine Sprache, etc. etc.

Brave new World…

Ich war in vielen Dingen in meinem Leben irgendwie etwas später dran, als andere in meinem Alter.

So war z.B. mein erster Kuss mit Mitte 15 – da hatten andere ja quasi schon den ersten Sex.

Selbiger kam dann erst mit Mitte 18.

Quasi zusammen mit dem Führerschein, den ich ebenfalls erst mit 18 einhalb machte.

Das Abi war mit 20 – da gab es Leute, die waren “erst” 18.

Studium zu Ende dann erst mit 28 – Andrea wird in dem Alter schon Doktor!

Tja und auch in der Pilotenschule bin ich natürlich der Älteste in meiner Klasse.

Bisher hat mir all dies irgendwie nicht viel ausgemacht. Die meisten Dinge hatten ihre ganz eigenen und speziellen Gründe und bei den anderen bin ich ehrlich gesagt sogar froh, dass es er so spät war.

Doch in den letzten agen und Wochen kommt da so eine “Welle” auf mich zu, von der ich behaupten würde, dass sie mich doch irgendwie beschäftigt. Denn all diese Dinge in meinem Leben führen zwangsläufig zu einer Verspätung auf gan anderer Ebene:

Der Liebe.

Ich hatte in meinem Leben so Pi mal Daumen 8-9 Freundinnen, von denen ich sagen würde sie haben eine wichtige Rolle gespielt bzw. waren mehr als nur ein Flirt über eine kurze Dauer.

Von diesen sagen wir mal 8 Frauen sind die ersten vier(!) mittlerweile alle verheiratet und haben zum Teil sogar schon Kinder. Von den anderen dreien weiß ich von zweien, dass sie in so festen Händen sind, das das auch nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint.

(Alle die sich jetzt Fragen, warum ich nicht zählen kann, weil 4 + 3 ja nicht 8 ergibt sei gesagt, dass sie sich mal die letzten Einträge etwas genauer durchlesen sollten ;-) )

Nun frage ich mich natürlich schon, ob ich nicht irgendwie auch mal so mit Heirat, Familie etc. anfangen sollte. Doch da kommt natürlich das Dilemma bzgl. des Spätzünders voll zum Tragen:

Selbst wenn ich wollte, ginge es momentan allein aus ökonomischen Gründe überhaupt nicht, eine Familie zu gründen. Gut, in den alltäglichen TrashTalk-Shows gibt es natürlich eine Menge Leute, die auch ohne Kohle munter Babys in die Welt setzen, aber das kann ja nicht mein Anspruch sein.

Dabei hätte ich gerne Kinder – ich weiß das kling aus meinem Mund irgendwie komisch, aber wenn ich mir meine “neue” und “alte” Verwandschaft so anschaue, dann sind da auch überall Kinder und ich mag das auch haben. Klar nicht unbedingt heute – aber schon in “absehbarer” (5-7 Jahre) Zeit. Man(n) wird ja auch nicht jünger, nicht wahr?

Ich mag keine ungeraden Jahre. Ich bin in einem geraden Jahr geboren – ich kam in einem geraden Jahr zur Schule, ich beendete sie in einem geraden Jahr. Ich machte Führerschein in einem geraden Jahr, schloss die Uni in einem geraden Jahr und ich kam in einem geraden Jahr nach Bremen. Privatere Dinge werde ich hier nicht niederschreiben, aber die meisten guten Dinge passierten alle in einem geraden Jahr.

Retrospektiv gesehen frage ich mich natürlich, ob das einfach an selektiver Wahrnehmung liegt oder nicht. Es gab sicherlich auch gute Dinge in ungeraden Jahren. z.B. war ich nur in ungeraden Jahren auf größeren Urlaubsreisen, wie Amerika.

Aber auch so generell ist in geraden Jahren auch in der Welt des Sportes einfach mehr los. Vor allem olympische Spiele und Fußballwelt- bzw. europameisterschaften finden nur in geraden Jahren statt.

Nun, es lässt sich nicht ändern. Das letzte ungerade Jahr in den zwanzigern beginnt und es wird ein Jahr, wie es sicherlich noch keines gab. Mit viel Arbeit, aber auch viel Spaß. Mit neuen Menschen. Neuen Eindrücken. Neuen Erfahrungen. Ich bin schon gespannt, wie es denn so wird. Andererseits habe ich auch Zweifel. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich wirkliche Zweifel ob ich das, was ich beginne zu Ende machen kann. Ob ich dazu in der Lage bin. Diese Gefühl ist auch neu. Sich damit auseinanderzusetzen bleibt ein Prozess. Momentan gibt es noch mehr dunkle als helle Momente, aber ich bin zversichtlich, dass sich dies im Laufe der nächsten Wochen und Monate ändern wird.

Das Wetter ist seit heute übrigens wieder “bremerisch” nasskalt und bewölkt. Herrlich – morgen fahre ich vllt mit dem Fahrrad zum Training.

A propos Training. Die Hoffnung, die ich hatte sind dch irgendwie jäh zerschlagen worden. Dachte ja, ich bekomme hier wirklich gutes und auch hartes Training, aber irgendwie ist es nirgends so, wie ich mir das wirklich wünsche. Keine Ahnung, ich habe da so ein Bild im Kopf, wie Training sein sollte und bisher entsprach noch keine Einheit wirklich diesem Ideal. Nun ja, das Training was ich habe hat dann auch noch den entscheidenden Nachteil, dass das Mittwochs und Freitags ist. Generell kein Problem, aber ich bin doch am WE öfter nicht da, so dass ich nur einmal pro Woche Training habe, was mir defacto zu wenig ist – fühle mich somit körperlich auch nicht so gut und so kommt eben alles zusammen.

Jetzt erstmal bis Ende April durchhalten – dann ersten Test – dann Urlaub bzw. Ferien – halleluja!

EDIT: Nachdem nun die Bilder drin sind, schiebe ich das Ganze mal datumstechnisch hoch…

Nun ist es soweit.

Nachdem ich ja schon vor einigen Wochen meine Wohnung gekündigt habe – bei einem Freund in der WG wohnte und die restlichen Tage in Mainz sehr genoss, war letzte Woche Donnerstag der Zeitpunkt gekommen meiner Heimat für die letzten 4,5 Jahre lebewohl zu sagen.

Der Umzug verlief dabei doch sehr sehr unproblematisch. Die Sachen waren dank tatkräftiger Hilfe schnell im Wagen verstaut und ebenso schnell am späten Abend in Bremen in die Wohnung getragen. Da ich nicht am Abend im Chaos schlafen wollte, habe ich entschieden den Freitag bei meinem Dad zu verbringen und erst Samstags in die Wohnung zu gehen. Die ersten Bilder sahen dann so aus:

Ich begann also nach und nach alle Möbel aufzubauen und war dank bestehendem Internet und Telefonanschluss auch nicht so gänzlich aus der Welt. Dennoch fühlte ich mich z.T. sehr einsam, da ich noch bis Sonntag mittag alleine in der Wohnung war. Fremde Stadt – keine Freunde in der Nähe – neues Leben. Alles in allem nicht so einfach. Sonntags sah es dann dennoch schon so aus:


Nachdem dann am Sonntag die beiden Jungs nach und nach eintrudelten und mein Zimmer langsam “Form” annahm, war auch die Sehnsucht und die Traurigkeit etwas verflogen. Montags musste ich dann zunächst auch nicht mehr viel erledigen, da ich soweit alles fertig aufgebaut und installiert hatte. Leider beschloss mein TFT Bildschirm nach dem Umzug seinen Dienst zu verweigern, was mich schon etwas ärgert – aber ich habe noch Garantie drauf. Mal sehen. Montags morgens war dann alles fast schon fertig.

Dienstag kam dann mein Dad vorbei und wir fuhren zu Ikea, um Bettgestell, Stühle, Teppich, Vorhänge und Kleinkram zu besorgen. Nachdem dann alles im Zimmer noch in Originalverpackungen verstaut war, fuhr ich mit ihm noch bis zum Ende der Woche nach Hause – bisschen Familienpflege betreiben ;-)

Samstags kam ich dann wieder in die Bude und es sah schon wieder irgenwie chaotisch aus:

Letztlich habe ich dann aber alles soweit hergerichtet, dass man durchaus in meinem neuen Reich leben kann. Wenn auch nur für die kommenden 11 Monate…

Schade eigentlich. Das Zimmer gefällt mir recht gut.

EDIT II: Wer übrigens die “Endversion” sehen möchte, der ist natürlich herzlich eingeladen sich das Ganze “live” anzusehen ;-)

Grade irgendwie keine Überschift zur Hand – vllt fällt mir ja im Laufe ds Eintrages noch eine ein. Ich bin zur Zeit im “Nirwana” (schreibt man das so? Die Band ja mit v oder?), was meine Wohnungssituation angeht. Dank Dennis habe ich für die nächsten zwei Wochen ein Zimmer und kann mich hier ein wenig “breit” machen (ja ja, lacht nur über den Ausdruck ;-) ). Die erste Nacht in neuer Umgebung ist natürlich immer etwas komisch, zumal es in einem neuen Haus auch immer neue Geräusche gibt, die man nicht kennt. So sitze ich also nach 4 anstrengenden Tagen hier und bin eigentlich ganz schön müde. Denn ich habe tatsächlich alles soweit auf die Reihe bekommen, wie es geplant war. Gut, ich war noch mitten im Teppich shamponieren, als mein Nachmieter und die Hausverwalterin kamen, aber dies gab mir die Möglichkeit noch etwas länger in der Wohnung zu bleiben und alles richtig fertig zu machen – ohne Stress. Das war ganz gut so, denn zeitlich hatte ich mich heute doch etwas verschätzt. Nach dem Streichen gestern, was überraschend fix ging, war das Aufräumen und Putzen doch sehr zeitintensiv. Aber gut, alles ist endlich in trockenen Tüchern und ich bekomme meine volle Kaution zurück.

Nächste Woche werde ich wohl mal nach Bremen fahren – mal mein neues Heim für de nächsten 12 Monate begutachten und so langsam muss ich mir Gedanken zwecks Transporter nach Bremen machen. Irgendwas nach dem 20sten wollte ich hoch ziehen. Denn am 18ten ist noch ein Turnier in BC, was ich nicht verpassen möchte. Meine Sachen habe ich ja alle gut verstaut, so dass ein einpacken vllt eine Stunde dauern wird. Und da ich nicht wieder zurück will, wäre One-Way natürlich das Beste. Kostet bei Sixt schlappe 220€. Europcar hat gerade 25% Rabatt und ich habe da noch so ne Bonuskarte – mal sehen, was da gehen kann.

Dies wird zunächst einmal mein letzter Eintrag sein.

Nein, keine Angst, ich werde auch weiterhin den einen oder anderen Eintrag verfassen, aber da am Dienstag meine Wohnung endgültig geräumt werden muss und ich danach nicht weiß, wie es mit der Internetsituation aussieht, gehe ich zumindest davon aus, dass ich bis Bremen möglicherweise erstmal nichts zu “Papier” bringen werde hier.

Was meine Gefühle und Gedanken angeht bin ich zur Zeit zwischen Himmel Hoch jauchzend und zu Tode betrübt alles irgendwie mal. Das kenne ich von mir eigentlich nicht. Ich würde mich als ausgeglichenen Charakter bezeichnen, aber momentan fällt mir alles irgendwie schwer. Ich verkrieche mich ein wenig in meiner Welt. Hier komme ich gut zurecht, auch wenn ich immer wieder auf Probleme und Grenzen stoße. Und selbst während ich diese Worte schreibe, merke ich, dass ich erneut an einer Grenze angelangt bin. Ich kann mich nciht so ausdrücken, wie ich es gerne würde. Es ist einfach zu schwierig.

Am Samstag werde ich meine Bude zu 80% ausräumen – vllt auch mehr. Dann wird Sonntag und Montag gestrichen und Deinstag der Schlüssel abgegeben. Ich will hoffen, dass es keinen größeren Ärger gibt, ich habe keine Lust auf Anwalt und son Scheiss. Aber wenn ich nicht meine volle Kaution zurück bekomme, werde ich echt sauer. Zum Glück scheint es so, dass ich für die darauf folgenden Wochen eine Bleibe gefunden habe. Da bin ich einigen Menschen zu tiefem Dank verpflichtet für den Fall, dass das wirklich klappt.

Ach ja – und dann bin ich seit ein paar Tagen wirklich und ganz offiziell Titelträger. Ich habe mein Zeugnis abgeholt. Krasses Gefühl zu wissen, dass die Uni nicht mehr Dein “zu Hause” ist. Ich kann mich noch an meine Einschreibung und all das erinnern und auf einmal ist es vorbei. Gut so. Ich bin froh drum endich meinen Abschluss zu haben – ganz offiziell.

So. Das war es erstmal von hier. Die Boppstr. meldet sich ab – 2 Jahre die eigene Wohnung gehen vorbei. 2 “neue” Jahre kommen. Wer weiß – vielleicht sieht man sich hier ja irgendwann wieder. Würde mich schon freuen…

Sie muss es tun.

Auch meine Welt hat sich weiter gedreht. Ich hab noch 13 Tage bis zur Übergabe meiner Wohnung. Noch keine Sachen gepackt natürlich. Dennoch bin ich ständig mit den Gedanken beim Umzug und allem, was dann kommt. Momentan ist mein Leben a fluid concept. Ich habe Entscheidungen getroffen. Weitreichende. Sehr weitreichende. Jetzt gilt es den Weg weiter zu gehen, den ich began zu beschreiten.

Wird nicht leicht.

Spannend bleibt es trotzdem.

Monmentan baue ich auf zwei Baustellen und muss versuchen das alles unter einen Hut zu bekommen. In der virtuellen Welt habe ich ebenfalls zwei aufgemacht, mehr dazu aber später. Im “First-Life” hingegen kommt der Tag der Prüfung immer näher und das, was danach kommt, wird immer klarer. Klarer, dass es nicht damit getan ist, an Ort und Stelle zu bleiben. Neues zu entdecken. Risiken aufzunehmen. Erfahrungen zu sammeln. Und gewisse urbane Abenteuer zu erleben.

Bleibt alles anders.

Bleibt alles spannend.

Und ich sehe echt scheisse aus die letzten Wochen, sagt man mir immer wieder.

Ich fühle mich aber gar nicht soo scheisse. Abgesehen vom Hay Fever :-)