Es gibt diesen Film. Signs. Er ist schon wahrlich etwas älter, aber trotzdem einer meiner All-time-favourites. Und es gibt diese eine Szene, in der die Familie vor dem Fernseher sitzt, die Bilder fremder Lichter, die plötzlich auftauchten, betrachtet und Joaquin Phoenix seinen älteren Bruder Mel Gibson um etwas Trost bittet. Dies ist seine Antwort:
Jeder kann sich selbst die Frage stellen, wie er dazu steht, aber ich gehöre definitiv zu der Gruppe, die glaubt. Daran, dass irgendwer oder irgendetwas uns etwas mitteilen möchte. Uns einen Weg zeigt und selbigen vielleicht sogar bestimmt. Der Gedanke sein Leben nicht selbst in der Hand zu haben ist wiederum relativ bescheiden, von daher bin ich mehr der Verfechter der Türtheorie. Uns wird mit gewissen Zeichen unsere Bestimmung gezeigt. Gezeigt, dass es gut wäre so oder anders zu handeln, je nachdem, wohin sie deuten.
Klingt jetzt vielleicht sehr sehr abgehoben, aber jeder sollte irgendetwas haben woran er glaubt und es gibt davon nicht viel in meinem Leben. Das gehört aber mit Sicherheit dazu.
Bisher war es dann auch so, dass ich Zeichen, die mir über den Weg liefen, mehr sehen wollte, denn dass ich sie wirklich als das sah, was sie sind. Vor allem in Beziehungsfragen war es sehr oft so. Da habe ich nur auf Grund einer Geschichte, wie ich jemanden kennengelernt habe, geschlossen, dass dies vielleicht die Person sein könnte, welche mich mein Leben lang begleitet. Oder ich habe dann in einer Beziehung nach Gemeinsamkeiten gesucht. Sie manchmal sogar heraufbeschworen, ohne dass sie wirklich da waren.
Und so begann auch ich zu zweifeln. Ob es so etwas wie Zeichen wirklich gibt. Ob ich mir da nicht jahrelang etwas eingeredet habe, was nicht existiert. Und ich war recht kurz davor meinen Glauben zu verlieren.
Doch jetzt widerfährt mir etwas, dass ich nicht begreifen kann. Etwas, dass nur durch die oben geschilderte Sichtweise einen Sinn ergibt. Etwas, durch dass quasi alles in meinem Leben einen Sinn ergibt. Ich habe keine Zeichen gesucht. Sie kamen und kommen einfach zu mir. Dinge, die mich manchmal so sehr erschrecken, dass mir die Worte fehlen. Die Worte für eine Verbindung, die ich nicht erklären kann.
Da sind z.B. gleiche Gedanken innerhalb weniger Momente. Gedanken, die nur ich haben sollte, weil nur ich gewissen Verknüpfungen herstelle. Und doch sind sie auf beiden Seiten da. Oder Bilder, Musik oder Situationen, in denen ich manchmal einfach nur da stehe und es nicht fassen kann. Da will ich seit Wochen einen Film schauen. Tu es nicht, keine Ahnung wieso. Dann schaue ich ihn endlich und just kurz danach sehe auf der anderen Seite dieser Verbindung ein Foto, welches genau das gleiche Thema behandelt.
Die Skeptiker unter Euch werden jetzt keine Ahnung was von mir denken. Es ist mir völlig egal. Denkt, was ihr wollt, aber ich sehe diese Dinge. Ich kann nur nochmal sagen, dass ich nicht suche. Nicht mehr. Diese Sachen passieren wirklich. Das bilde ich mir nicht ein oder lege es mir zurecht. Ich habe mittlerweile sehr gut verstanden, was echte Zeichen sind. Und das Freunde, sind echte Zeichen.
Ich kann und will das hier auch nicht genauer beschreiben oder vertiefen, weil es sehr sehr privat ist. Aber was ich weiß ist, dass ich durch diese Tür gehen werde. Dass ich den Zeichen folge. Dass ich an eine Bestimmung glaube. Und nichts in der Welt wird mich davon abhalten können, herauszufinden, ob das, woran ich glaube (und da hängt mehr als nur diese eine Sache dran) wahr ist oder nicht. Ob mein Leben hier eine Wende nimmt.
Eine alles entscheidende Wende.
Falls nicht?
Dann habe ich wohl einen Traum gelebt…
