Signs

Es gibt diesen Film. Signs. Er ist schon wahrlich etwas älter, aber trotzdem einer meiner All-time-favourites. Und es gibt diese eine Szene, in der die Familie vor dem Fernseher sitzt, die Bilder fremder Lichter, die plötzlich auftauchten, betrachtet und Joaquin Phoenix seinen älteren Bruder Mel Gibson um etwas Trost bittet. Dies ist seine Antwort:

Jeder kann sich selbst die Frage stellen, wie er dazu steht, aber ich gehöre definitiv zu der Gruppe, die glaubt. Daran, dass irgendwer oder irgendetwas uns etwas mitteilen möchte. Uns einen Weg zeigt und selbigen vielleicht sogar bestimmt. Der Gedanke sein Leben nicht selbst in der Hand zu haben ist wiederum relativ bescheiden, von daher bin ich mehr der Verfechter der Türtheorie. Uns wird mit gewissen Zeichen unsere Bestimmung gezeigt. Gezeigt, dass es gut wäre so oder anders zu handeln, je nachdem, wohin sie deuten.

Klingt jetzt vielleicht sehr sehr abgehoben, aber jeder sollte irgendetwas haben woran er glaubt und es gibt davon nicht viel in meinem Leben. Das gehört aber mit Sicherheit dazu.

Bisher war es dann auch so, dass ich Zeichen, die mir über den Weg liefen, mehr sehen wollte, denn dass ich sie wirklich als das sah, was sie sind. Vor allem in Beziehungsfragen war es sehr oft so. Da habe ich nur auf Grund einer Geschichte, wie ich jemanden kennengelernt habe, geschlossen, dass dies vielleicht die Person sein könnte, welche mich mein Leben lang begleitet. Oder ich habe dann in einer Beziehung nach Gemeinsamkeiten gesucht. Sie manchmal sogar heraufbeschworen, ohne dass sie wirklich da waren.

Und so begann auch ich zu zweifeln. Ob es so etwas wie Zeichen wirklich gibt. Ob ich mir da nicht jahrelang etwas eingeredet habe, was nicht existiert. Und ich war recht kurz davor meinen Glauben zu verlieren.

Doch jetzt widerfährt mir etwas, dass ich nicht begreifen kann. Etwas, dass nur durch die oben geschilderte Sichtweise einen Sinn ergibt. Etwas, durch dass quasi alles in meinem Leben einen Sinn ergibt. Ich habe keine Zeichen gesucht. Sie kamen und kommen einfach zu mir. Dinge, die mich manchmal so sehr erschrecken, dass mir die Worte fehlen. Die Worte für eine Verbindung, die ich nicht erklären kann.

Da sind z.B. gleiche Gedanken innerhalb weniger Momente. Gedanken, die nur ich haben sollte, weil nur ich gewissen Verknüpfungen herstelle. Und doch sind sie auf beiden Seiten da. Oder Bilder, Musik oder Situationen, in denen ich manchmal einfach nur da stehe und es nicht fassen kann. Da will ich seit Wochen einen Film schauen. Tu es nicht, keine Ahnung wieso. Dann schaue ich ihn endlich und just kurz danach sehe auf der anderen Seite dieser Verbindung ein Foto, welches genau das gleiche Thema behandelt.

Die Skeptiker unter Euch werden jetzt keine Ahnung was von mir denken. Es ist mir völlig egal. Denkt, was ihr wollt, aber ich sehe diese Dinge. Ich kann nur nochmal sagen, dass ich nicht suche. Nicht mehr. Diese Sachen passieren wirklich. Das bilde ich mir nicht ein oder lege es mir zurecht. Ich habe mittlerweile sehr gut verstanden, was echte Zeichen sind. Und das Freunde, sind echte Zeichen.

Ich kann und will das hier auch nicht genauer beschreiben oder vertiefen, weil es sehr sehr privat ist. Aber was ich weiß ist, dass ich durch diese Tür gehen werde. Dass ich den Zeichen folge. Dass ich an eine Bestimmung glaube. Und nichts in der Welt wird mich davon abhalten können, herauszufinden, ob das, woran ich glaube (und da hängt mehr als nur diese eine Sache dran) wahr ist oder nicht. Ob mein Leben hier eine Wende nimmt.

Eine alles entscheidende Wende.

Falls nicht?

Dann habe ich wohl einen Traum gelebt…

Posted in About the man writin', Every Day living and thinkin', Thoughts | Leave a comment

Past – Present – Future

Hier lesen ja nicht so viele Menschen. Manchmal macht mich das relativ traurig, aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann kann ich darüber auch froh sein. Dieser Blog kommt mir vor, wie eine kleine Hütte, die versteckt in einem kleinen Waldstück des großen Internets steht und zu der zwar einige Wege führen, die aber so recht von keinem gesehen wird. Manchmal verläuft sich jemand hierher. Sei es aus Zufall oder ganz bewusst. Letztlich ist das, was ich hier tue, was ich hier schreibe aber im Prinzip allein für mich gedacht. Anfangs war es noch so, dass ich mir Gedanken gemacht habe, was die Menschen wohl denken könnten, sollten sie das hier lesen. Mittlerweile ist es mir egal. Ich habe mich schon mit diversen Vorwürfen auseinandersetzen müssen bezüglich dessen, was ich hier und an anderen Stellen im Internet schreibe und ich denke mir einfach, wen es stört, der muss es ja nicht lesen.

Das soll jetzt allerdings nicht das Hauptthema dieses Eintrags sein. Wenn ich ehrlich bin, habe ich bis jetzt noch kein Richtiges. Es ist mehr ein Gefühl, welches ich noch nicht so recht in Worte packen kann. Das Gefühl ist, wenn ich so drüber nachdenke auch mehr so eine Frage. Eine Frage nach dem letzten Tag, an dem ich richtig glücklich war. An dem es mir komplett gut ging. Und wenn ich dann so darüber nachdenke, dann stelle ich fest, dass ich das gar nicht so recht sagen kann, weil ich es nicht weiß. Dabei hat unser Gehirn doch diese super Eigenschaft alles, was in der Vergangenheit lag besser darzustellen, als es war. Wenn ich mich zum Beispiel an Phoenix erinnere, dann sehe ich viele schöne Erinnerungen und wenig der schlechten, ich muss mich quasi zwingen mich selbst daran zu erinnern, wie es mir ging, an die Tränen und Zweifel, die ich hatte. Die lauen Abende am Pool in den letzten Tagen meine Zeit dort, die Ausflüge, die Menschen, die ich dort traf – diese Erinnerungen kommen mir als erstes in den Sinn. Das Schöne eben. Also durchforste ich meine Erinnerungen nach diesem einen Tag und trotzdem fällt mir partout nichts ein.

Klar gab es diverse Situationen, in denen es mir gut ging, in denen ich vielleicht für einen kurzen Augenblick glücklich war. Die hat man ja öfter. Nur so voll und ganz, so rundum glücklich? Ich will nicht sagen, war ich nie, aber es fällt mir auch nicht ein. Ich glaube, das liegt daran, dass ich in mir immer gespürt habe, dass irgendetwas fehlt, dass etwas nicht stimmt. Und ich habe immer versucht herauszufinden, warum das so ist. Was das ist, was fehlt und erst in den letzten 23 Monaten ist es mir nach und nach klar geworden. Ich glaube, ich habe in dieser Zeit so viel über mich nachgedacht, so viel versucht zu verstehen, wie in den ganzen Jahren zuvor nicht. Wenn ich mir das alles so betrachte, wie es gekommen ist, was passiert ist und warum, dann könnte man meinen, dass wirklich alles in gewisser Weise einen Grund hatte. Dass sich die Puzzleteile nach und nach zusammengesetzt haben. Dass ich, wegen allem, was ich bis hier durchmachen musste, erst in der Lage war zu verstehen.

Jetzt sitze ich also hier und glaube verstanden zu haben. Glaube zu wissen, was mich quält und warum. Und auf der einen Seite ist das natürlich gut, weil ich jetzt nicht mehr nach dem Warum fragen muss. Doch auf der anderen Seite erfüllt es mich auch mit einer unfassbaren Traurigkeit. Weil ich nicht weiß, was nun passieren wird. Weil mein Leben, trotz oder grade wegen dieser Erkenntnis in einer Schieflage ist, die ich aus eigener Kraft vielleicht nicht mehr ändern kann. Ich fühle mich verloren. Ich sehe die Menschen an und habe das Gefühl kein Teil mehr von alledem zu sein. Nur noch zu funktionieren, weil es eben sein muss. Dann komme ich mir vor, wie irgendein Comicheld, dessen Superkraft es ist, die Menschen glauben zu lassen, es wäre alle in Ordnung und er würde sich in dieses Leben fügen. Mein alter ego ist also stark und fröhlich. Und fügt sich. Doch hinter der Maske ist alles anders. Und es kostet Kraft das aufrecht zu erhalten. Aber das hat es schon immer. Weil diese Erkenntnis ist zwar mehr oder weniger neu, die Wahrheit, die darin liegt ist allerdings fast so alt ist, wie ich selbst.

Der Versuch so zu sein, wie andere mich haben wollen.

Zu gefallen.

Es richtig zu machen.

Doch was ist richtig? Verrate ich mich nicht selbst? Ich würde manchmal gerne einfach ausbrechen. Gehen. Den Mittelfinger ausstrecken und der Welt sagen: “Leck mich am Arsch!” Doch wohin soll ich? Es ist überall das Gleiche. Freiheit ist im Prinzip ja nur eine Illusion. War sie schon immer. Niemand ist wirklich frei. Selbst die mächtigsten und reichsten Menschen der Welt nicht. Klar, ich könnte mir ne einsame Insel suchen, auf der ich mein Dasein friste. Wäre ne Option. Wer weiß.

Aber ich glaube, es geht mehr um die innere Freiheit. Einer Einstellung gegenüber den Menschen. Einfach das zu tun, was man tun möchte, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie irgendwer das auffassen könnte, was irgendjemand denken könnte. Das funktioniert nicht, das ist mir klar. Man muss sich eben anpassen. Und doch glaube ich, dass mir eine innere Gelassenheit sehr gut stehen würde. Mir nicht ständig einen Kopf zu machen, ob das, was ich tue gut und richtig ist, sondern einfach das zu tun, was mir gut tut. Und vor allem, so zu sein wie bin. Zu meinen Fehlern und Ecken und Kanten zu stehen. Nicht immer angepasst zu sein. Hier und da mal auszubrechen.

Was von jetzt an passiert weiß ich nicht. Ob die Schieflage meines Lebens irgendwann wieder gut wird, kann ich nicht sagen. Wenn nicht, wird es auf jeden Fall ein ziemlich hartes Leben von jetzt an. Ob ich dann jemals vollkommen glücklich bin? Wer weiß das schon. Es wird dann immer was geben, was mich quält. Sorgen, die ich nicht abstellen kann. Ängste, die mich verfolgen. Wünsche, die nie erfüllt wurden. Vielleicht bin ich dann erst auf dem Sterbebett glücklich, weil ich endlich gehen kann…

Posted in About the man writin', Every Day living and thinkin', Thoughts | Leave a comment

Egoismus

Schon wieder so ein Eintrag, bei dem ich darüber nachdenke, inwiefern der etwas in der Öffentlichkeit zu suchen hat. Aber dieser Blog ist ja quasi auch ein Teil meines Lebens. Und vor allem die Fragen, die mich beschäftigen, sind es, die hier auch immer wieder Thema sind. Deswegen schreibe ich das jetzt einfach mal und vielleicht sage ich ein ein paar Tagen, ich lösche es wieder. Es schaut hier ja eh nur eine Minderheit rein und die kann das eigentlich schon lesen.

Egoismus also. Beschäftigt mich, weil ich in einer Situation bin, in der ich mich in gewisser Weise entscheiden muss. Ob ich egoistisch handele oder nicht. Ja gut, denkt der geneigte Leser jetzt, sind wir das nicht alle? Joa schon richtig. Hat man ja immer wieder mal. Nur, was wenn der Egoismus dazu führt, dass man einem geliebten Menschen weh tut? Auch hier, klar, kennen wir. Stichwort Trennung. Wobei dann natürlich die Frage ist, inwieweit man da noch von einem “geliebten Menschen” spricht. Da gibt es die unterschiedlichsten Ausprägungen und in meiner Vergangenheit war es diesbezüglich schon sehr oft so, dass ich den Menschen noch mochte, ich ihm aber trotzdem weh tun musste. Aus rein egoistischer Sicht. So ist das halt in Beziehungen. Die meisten enden irgendwann.

Im Moment liegt der Hund allerdings an anderer Stelle begraben. Und das macht es schwierig. Ich will hier in kein Detail gehen, weil das dann doch viel zu persönlich werden würde. Ich versuche es also etwas abstrakter zu formulieren.

Wenn mein Handeln dazu führt, dass es einem anderen Menschen schlecht geht, obwohl ich das eigentlich gar nicht will und gleichzeitig doch will, weil es dem anderen Menschen durch dieses Handeln eben auch gut geht, inwiefern ist dann Egoismus gut. Mir geht es ja gut, mit dem, was ich tue. Naja, gut ist übertrieben. Aber es ist ok. Ich kann in den Spiegel schauen, ohne mich dafür zu hassen, sagen wir es mal so. Aber Dieses Gefühl, dass ich mich nicht hasse liegt eben auch an meinem Egoismus. Weil ich das so möchte. Das klingt jetzt rationaler, als es eigentlich ist, das spielt aber auch keine Rolle. Ich finde mich also nicht extrem Scheisse, wegen dem, was ich tue. Aber wenn man darüber nachdenkt ist es scheisse. Ich verletze, wo ich nicht verletzen will. Tue aber damit auch gleichzeitig Gutes. Irgendwie. Hach, es ist einfach zu kompliziert, um es zu umschreiben.

Worum es mir dabei ja eigentlich geht, ist die Frage, bis zu welchem Grad ist es ok egoistisch zu sein? Wieviel des eigenen Seelenheil sollte davon abhängen? Wie wichtig sollte man sich nehmen?

Ich bin das ja eigentlich gar nicht so sehr. Aber in gewissen Dingen eben doch. Wer ist schon so doof zu sagen, es ist ok, wenn es mir dreckig geht, Hauptsache allen anderen geht es gut. Macht man ja auch nicht immer. Wobei ich in meiner Situation soweit gehen würde, zu sagen, dass ich bereit wäre aufzugeben, wenn ich genau wüsste, dass es dem anderen damit gut geht. Nur glaube ich das irgendwie nicht und ich glaube das ist das ganze Problem…

Posted in About the man writin', Every Day living and thinkin', Thoughts | Leave a comment

Unsicherheiten

Ich habe relativ lange darüber nachgedacht, ob ich das hier posten soll oder ob ich es einfach nur für mich behalten soll. Letztlich denke ich allerdings, dass es ok ist, es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Schon viele der letzten Einträge tendieren ja in eine Richtung der Selbstfindung und -erkenntnis. Und da passt das hier eigentlich ganz gut rein.

Ich habe im letzten Jahr einige Erfahrungen machen dürfen, von denen ich nie dachte, dass ich sie machen könnte. Im Nachhinein betrachtet frage ich mich sehr oft, warum ich so lange so wenig getan habe und warum ich nicht so handelte, wie ich es eigentlich von mir erwarten würde. Gut, das ist per se ja nun keine neue Erkenntnis. Immerhin habe ich diese Problematik schon vor drei Jahren gehabt, wenn auch auf einer völlig anderen Ebene. Aber ich dachte eigentlich, ich hätte etwas daraus gelernt, nur wenn es um große Gefühle und die daraus resultierenden Probleme geht, dann  kann man wahrscheinlich mit logischer Argumentation nicht allzu weit kommen. Von daher versuche ich auch, mich jetzt nicht unbedingt selbst zu kasteien, aber natürlich aus den Fehlern zu lernen.

Ich war Teil eines Anfangs ziemlich großen Ganzen, welches sich im Laufe der Zeit immer mehr als Missverständnis herausstellte. Und in dieser Zeit musste ich feststellen, dass alles, was ich bisher glaubte zu wissen und zu kennen, keine Gültigkeit mehr besitzt. Sei es auf emotionaler, physischer oder kommunikativer Ebene. So wie ich bisher Beziehungen angegangen bin, haben alle auf ihre Art und Weise funktioniert. Es gab natürlich Probleme, die gibt es immer. Aber es waren nie so schwerwiegende dabei, wie in den vergangenen 16 Monaten. Ich kann und will hier nicht ins Detail gehen, darum geht´s auch gar nicht. Was mir wichtig ist, ist die Tatsache, dass ich jetzt, mit einigem Abstand eigentlich dachte, ich wäre relativ unbeschadet aus dieser Beziehung raus gekommen.

So sitze ich hier und denke darüber nach, was schief gelaufen ist, was ich ändern könnte und ob ich selbst das Problem bin. Und über diese Gedanken fällt mir auf, dass ich total verunsichert bin. Dinge, die früher selbstverständlich waren, sind es nicht mehr. Ich weiß nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Diese Zeit hat mich furchtbar geprägt. Und ich weiß gerade nicht, ob das gut oder schlecht ist. Klar, hinterfragen ist gut. Aus Fehlern lernen auch. Nur was, wenn man schon da überhaupt nicht sicher ist, ob man Fehler gemacht hat oder nicht. Dem Gesetz der Serie nach, war bisher ja alles gut. Man könnte das jetzt also als Ausreißer bezeichnen, aber so einfach möchte ich mir das nicht machen. Weil in Gefühlsdingen sollte es eigentlich keine Ausrutscher geben. Und genau da ist das Problem.

Ich habe das Gefühl, dass ich mich auf selbiges irgendwie nicht verlassen kann. Wenn ich so und so fühle, warum fühle ich dann so? Ist es denn gut so? Richtig? Worin besteht die Anziehung? Warum ist sie da? Und was ist, wenn mehr als nur Anziehung werden sollte? Wie werde ich mich verhalten? Mache ich die gleichen Fehler, wie zuletzt? Waren das denn Fehler? Was, wenn doch der Großteil der Schuld bei mir zu suchen ist und ich nur zu stolz und zu sehr Macho bin, um das zu sehen?

Ich bin in meinem innersten durchgeschüttelt worden und weiß gerade nicht, was dabei am Ende rauskommt. Bin ich jetzt für immer verdorben für neue Beziehungen? Kann ich überhaupt noch frei in eine neue Beziehung starten? So völlig ohne Vorsicht, wie ich es tat? Und was, wenn ich wieder, wie die Fliege am Honig kleben bleibe, obwohl ich es doch besser weiß? Kann ich so eine Erfahrung nochmal machen, ohne noch größeren Schaden davon zu tragen?

Solche und noch mehr Fragen gehen mir durch den Kopf. Plus die dazugehörige Unsicherheit. Ich weiß selbst, dass ich nur äußerlich den starken, selbstsicheren Typen abgebe und in meinem inneren immer und immer wieder hinterfrage, ob das, was ich mache, tue, sage, schreibe jetzt auch ok war. Jedes SMS, jeder Brief und jeder hier vorhandene Eintrag wurde mindestens doppelt gecheckt und verändert. Gehört zu mir. Ist ok. Nur dachte ich bisher, ich funktioniere in Beziehungen ganz gut. Und auf einmal ist auch das in Frage gestellt. Es waren so viele Reaktionen, die ich auf mein Verhalten bisher nur auf eine Art und Weise kannte, die plötzlich völlig anders waren. Und ich glaube auch, dass dies ein Teil der Faszination war. Und der Anfang vom Ende zugleich. Das kann nicht lange funktionieren, wenn man auf so völlig unterschiedlichen Wellen schwimmt. Ich habe es versucht, es ist grandios gescheitert. Und wieder einmal muss ich sagen, ich habe es früher gewusst und trotzdem nichts getan.

Lieg es also doch an mir? Was kann ich tun, um das früher zu erkennen und dann auch verdammt noch mal den Mut zu haben, einen Schlussstrich zu ziehen?

Manchmal wünschte ich, ich wäre doof – Leben wäre leichter dann…

Posted in About the man writin', Every Day living and thinkin', Thoughts | Leave a comment

Gone away

Auch wenn es schon ein paar Jahre her ist, so habe ich The Offspring nicht ganz aus den Augen verloren. Obwohl ich das letzte Album von 2008 echt nicht gut fand. Hinzu kommt: Das letzte Album aus 2012, wenn es mich nicht täuscht, habe ich schön verpasst, vllt kommt dazu noch ne Rezension, mal sehen. Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte: Auf dem Album Ixnay on the Hombre gab es Lied sieben – Gone away. Eines meiner all time favourites. Und so surfe ich so auf youtube rum und was finde ich? Eine unfassbare Version dieses Liedes. Unglaublich ruhig und berührend. Falls mir irgendwann mal was passieren sollte…

Posted in Every Day living and thinkin', New Music, Vids | Tagged , , , , | Leave a comment

Regen(d)

Mensch Freunde,

was ist bloß los mit mir? Warum schaffe ich es nie, meine Seite auch IN einer Beziehung zu pflegen? Woran liegt das? Ich habe das letzte Mal im März 2012(!) geschrieben. Danach ist meine Seite eingestaubt, verkommen, veraltet, liegengeblieben und hat mich nicht gekümmert. Diese letzten zwei Jahre waren dabei extrem anstrengend und lehrreich. Vielleicht kann ich jetzt endlich sagen, ich bin erwachsen geworden. Auch wenn ich natürlich das Kind in mir niemals vernachlässigen würde, so habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die mich haben wachsen lassen. Mir gezeigt haben, zu was ich in der Lage bin und zu was nicht. Und jetzt sitze ich wieder hier. Allein. Und ich finde Zeit mich, um alte Freunde zu kümmern. Endlich. Ich war quasi ein Jahr verschwunden. Weg vom Fenster. Traurig, aber wahr. Ich will nicht sagen, das Jahr war verloren, das nicht, aber was meine Freunde und vieles von dem, was mir wichtig ist angeht, so habe das Meiste einfach vernachlässigt.

So ist es also auch mit meinem Blog hier. Man könnte sagen, er ist ein guter alter Freund, der einfach da ist und darauf wartet, dass man sich meldet. Und wenn man ihn braucht, dann ist er eben auch da. Das ist gut so und aus Dankbarkeit und weil ich mir jetzt zum x-ten Mal vornehme, es anders zu machen, habe ich hier mal richtig aufgeräumt. Neues Design, neues WP, Dinge ein wenig anders gemacht, als bisher. Ein einheitliches Bild zunächst einmal. So ziemlich überall. NoelsieW soll mehr oder weniger ne einheitliche “Marke” werden. Mal sehen ob und wie mir das gelingt.

Rechts gibt´s also ab sofort die Möglichkeit mir auf Twitter und Facebook zu folgen. Bisher ist der Kreis noch recht überschaubar und exklusiv, ob und wie sich das ändern wird, werden wir sehen. Letztlich bedarf es auch einiger Zeit, alls das so zu pflegen, wie ich mir das vorstelle. Twitter wird dabei eine eher untergeordnete Rolle bekommen. Habe nicht so wirklich Bock alles doppelt und drei Mal zu posten. Hauptsächlich wird es also über FB ablaufen- Des Weiteren hat leider marcel-ist-reif.de noch keinen Banner im Programm, daher geht´s erstmal nur über nen Link, bis das irgendwann mal kommt.

Wie das jetzt hier genau alles weiter geht? Keine Ahnung. Ich habe Idee und Projekte und die werde ich umsetzen oder eben auch nicht. Sicher ist, hier wird´s viel von mir persönlich geben. Sportsachen laufen mehr über FB und Twitter wird ein Mischmasch denke ich.

An die zwei drei Leute hier, die das noch lesen, ich werde mich bessern. Hoffentlich.

Als kleinen Ohrenschmaus gibt´s für Euch noch ein Lied, welches mich sehr bewegt zur Zeit. Ich empfehle HD und Vollbild, weil das Video ist sehr gelungen…

Posted in About the man writin', Actual favorite song, Blogsphere, Every Day living and thinkin', New Music, Sports, Website, WWW Stuff | Tagged , , , , , | 2 Comments

Anständig

Ich hinterfrage mich. Ziemlich oft sogar. Das ist nix neues und auch kein großes Geheimnis. Weder für mich, noch für die Menschen, die mich gut kennen (was eigentlich nicht wirklich viele sind, denke ich so drüber nach). Was ich mich im Laufe der letzten Wochen unterschwellig und jetzt mal ganz klar frage ist – bin ich ein guter Mensch? Also bin ich anständig? Ich habe dunkle Geheimnisse, wie vielleicht jeder von uns. Meine sind vielleicht nicht ganz so düster, wie die von anderen, aber sie sind da. Ich habe Gedanken und Vorstellungen, die mich manchmal selbst erschrecken und von denen ich nicht weiß, was ich davon halten soll. Keine Angst, werte Leser, das ist nichts, worüber man sich wirklich ernsthaft sorgen muss. Es ist auch mehr mein Verhalten in den letzten Wochen, das mich mehr und mehr überlegen lässt, ob so, wie ich bin, wirklich ein guter Weg ist. So generell eben. Ich lege vor allem in Problemsituationen mit Menschen, die mir nahe stehen ein Verhalten an den Tag, was durchaus als ziemlich verletzend gewertet werden kann. Meine Emotionen sind dann manchmal so groß und heftig, dass ich mich vor mir selbst erschreckt habe. Ich habe eine solche Phase schon erlebt. Mehrfach um genau zu sein und meist hing es mit meiner persönlichen Situation zusammen. Unzufriedenheit ist eben kein guter Begleiter. Das ist mir klar. Aber ich bin halt auch unzufrieden mit mir. Damit, dass ich in Beziehungen zu anderen Menschen durchaus meine Fehler habe. Ziemlich große sogar, wenn ich drüber nachdenke. Ich kann schlecht streiten, bin manchmal ziemlich egoistisch und halte wenig Kontakt zu Menschen. Manchmal hört und liest man monatelang nix von mir, nur damit ich irgendwann wieder auftauche um dann ein paar Wochen später wieder zu verschwinden – klickt einfach mal oben durch den Kalender, Ihr wisst, was ich meine oder?

Andererseits, bin ich absolutistisch. Alles oder nichts. Habe ich mal für etwas entschieden, will ich es ganz oder gar nicht. Mittelwege und -dinge mag ich nicht. Blöd nur, wenn das die andere Seite nicht so sieht. Da ist Konflikt doch schon gleich vorprogrammiert. Dabei sehne ich mich nach Harmonie, bin bereit um ihrer Willen ziemlich viel von mir aufzugeben.

Viel weiter mache ich nicht, denn wenn ich das so lese, reflektiere, dann stelle ich fest, ich bin ein schwacher Mensch. Jemand, der Stärke vortäuscht, um dann im entscheidenden Moment den Schwanz einzuziehen. Solche Momente habe ich ständig. Vor allem wenn ich alleine bin. Ich sehne mich danach, mich irgendwo und irgendwie auszuzeichnen, aber es gibt einfach nichts, wo ich das könnte. Egal, was ich tue, ich lege nie die nötige Konsequenz dafür an den Tag. Es kotzt mich an, so zu sein. Aber ich habe mir schon so oft vorgenommen, mich zu ändern, nur um dann immer wieder festzustellen, ich kann es nicht. Wenn man mich so sieht, denkt man vielleicht – Wow, das ist ein Mann. Einer, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht, der was erreicht hat, aber glaubt mir Freunde: Alles nur Fassade. Im inneren fühle ich mich wie ein kleines Kind, das heult und tobt, wenn ihm der Lolli weggenommen wird und das seinen Platz  noch lange nicht gefunden hat. Ich lasse mich einfach auch zu oft beeinflussen von äußeren Faktoren. Von anderen Menschen, die ich irgendwie bewundere. Da schaue ich mir dann Verhaltensweisen ab und kopiere sie. Aber das bin doch dann nicht ich. Das ist ne schlechte oder vllt manchmal auch ne gute Kopie von etwas anderem.

Doch wer bin ich eigentlich? Das ist ja was, womit man sich in der Pubertät beschäftigt. Keine Ahnung. Dabei wäre ich gern nochmal 16. Da war das Leben irgendwie leichter. Ach, der Positivismus der Gehirns ist schon was tolles. Wie dem auch sei. Ich habe mich noch nicht gefunden. Noch lange nicht. Wer weiß, vielleicht gelingt es mir ja nie und ich werde als alter unzufriedener Mensch enden. Nur ich will das nicht, aber den Antrieb daran was zu ändern, den habe ich auch noch nicht gefunden. Wie soll man sich auch ändern, wenn man gar nicht so recht weiß wohin. Es gibt so viele Facetten an mir, dass ich keine Ahnung habe, für welche ich mich zumindest primär entscheiden soll.

Posted in About the man writin', Thoughts | 1 Comment

Melancholie und ich

Die letzten Monate waren, wie schon beschrieben, aufschlussreich, sehr sogar und täglich kommen irgendwie neue Erkenntnisse hinzu. Ich lerne mich ganz neu und auf eine unbekannte Art und Weise kennen. Ich öffne mich für mich und auch für andere. Das ist ein sehr schöner Prozess, der da abläuft. Vor allem dann, wenn man merkt, wie man sich irgendwie verändert, obwohl das keine bewusst herbeigeführte Aktion ist. Und im Zuge all dieser Veränderung und all dieser Erkenntnis fällt mir etwas auf. In mir wohnen doch zwei recht extreme Herzen. Ich bin von meiner Grundeinstellung ein sehr positiver Mensch, der meist gute Laune hat und fröhlich ist. Ein lustiger Spruch, ein Lachen und Freundlichkeit. Alles Charakterzüge, die ich mag und auch zu schätzen weiß, denn vielerorts sehe ich Menschen, die anders sind und bei denen mir das fehlt.

Wie dem auch sei, es gibt aber noch eine Kehrseite. Die Melancholie. Die Traurigkeit. Bisher habe ich sie immer versucht weg zu schieben, mir zu sagen, dass es keinen Grund dafür gibt. Es gibt aber einen Grund dafür. Sie ist Teil meiner Seele. Es wird immer mal wieder vorkommen, dass ich traurig bin. Doch es keine tiefe Verzweiflung, sondern einfach ein Gefühl, welches man als Yang auf mein positives Yin deute könnte. Ich resette mich damit vielleicht oder muss diesen Teil von mir auch aktiv ausleben um die Batterien für die positive Seite wieder aufzuladen. Ich weiß es nicht genau, aber ich habe mir vorgenommen, diesen Teil nicht mehr zu negieren, es gehört genauso zu mir, wie meine freundliche Seite und beide haben ein Anrecht darauf gehört und ausgelebt zu werden.

Somit werde ich also in Zukunft, obwohl alles grade total gut ist und mein Leben in Bahnen kommt, die ich mir nicht hätte Träumen lassen, traurig sein. Melancholische Lieder hören und dennoch tief in mir drin wissen, alles ist gut – das Gefühl gehört eben auch einfach dazu…

Posted in About the man writin', Every Day living and thinkin', Thoughts | 1 Comment

Die Liebe

Die Liebe ist freundlich und geduldig.
Sie kennt weder Neid noch Selbstsucht,
sie ist nicht überheblich und prahlt nicht.
Sie ist nicht verletzend,
noch auf sich selbst bedacht,
sie ist weder reizbar noch nachtragend.
Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles,
sie hofft alles und hält allem stand.

Posted in Every Day living and thinkin', Slogan of the Day, Thoughts | 1 Comment

Konsequenzen

Ich habe viel über mich nachgedacht, mir tut es gut Zeit für mich zu haben auf der einen Seite, auf der anderen Seite ist es natürlich auch nicht grade einfach sich über seine Fehler und Schwächen klar zu werden. Aber das ist ein Prozess, den man im Leben durchmachen muss, immer wieder und es ist eine Frage, wie man damit umgeht. Ich habe ja schon vor einigen Wochen darüber geschrieben, wie es mir ergangen ist, dass ich in Sachen Selbstreflexion eigentlich eher unehrlich war.

Ich habe lange Zeit Dinge gewusst, aber nie umgesetzt. Mir selbst etwas vorgemacht, was letztlich dazu geführt hat, dass ich mit mir selbst irgendwie nicht im Reinen war. Dieses Gefühl kehrt mehr und mehr wieder. Das Gefühl eines Sommers. Als ich 16 war. Das war der letzte Sommer, in dem ich ehrlich war, komplett und ohne irgendwelche Fassaden. Zwar gab es dieses Jahr noch keinen Sommer, aber mein Ziel für 2012 entspricht mehr oder weniger dem Song von Peter Fox - Alles neu.

Das mag jetzt vielleicht um einiges dramatischer klingen, als es in Wirklichkeit ist. Natürlich war es nicht so, dass ich alles und jeden und so belogen habe, aber ich war nie absolut ehrlich, weil ich es nie gewusst habe, nein falsch, weil es mir nicht bewusst war und weil ich vielleicht nicht auf die Stimmen hören wollte, die ab und zu zu mir sprachen. Jetzt ist das anders. Die Stimmen sprechen laut und deutlich. Mir ist gewahr, was passiert und ich bin entspannt. Komischerweise bin ich es wirklich immer mehr. Klar, man verfällt immer und immer wieder in alte Muster, aber ich muss gestehen, dass diese Muster mir klar sind und ich versuche sie so anzuwenden, wie ich sie für richtig halte, ohne dabei die alten Fehler zu machen. Muster haben ja auch einen Sinn und diesen Sinn versuche ich zu erkennen und sie quasi zu modifizieren. Das ist nicht leicht und manchmal frage ich mich, ob es mir gelingen wird, denn ich will ja nicht die alten Fehler machen – Konsequenzen aus meinem bisherigen Leben ziehen eben…

 

Posted in About the man writin', Every Day living and thinkin', Thoughts | Leave a comment